München: Ratsbegehren Olympiabewerbung erzielt mit 42,0 % hoher Wahlbeteiligung 66,4 % Ja- und 33,6 % Nein-Stimmen
Martin Fochler, München. Eine im Mai von der Stadt in Auftrag gegebene Umfrage hatte auf ein solches Ergebnis hingedeutet, bei den 18–34-jährigen eine Zustimmung von 80%, bei den 34–49-jährigen von 71%, bei 50–64-jährigen 59 und in der Altersgruppe 66+ noch 48% erfragt worden.
Wahr ist, dass die Presse, die Medien und die amtlichen Informationen Gegenargumente weitgehend ausgeblendet haben (siehe auch letzten Ausgabe der PB). Trotzdem war die Kampagne im Stadtbild und bei den diversen politischen Gelegenheiten gut präsent. Die Argumente, wonach ein solches Event die Mieten hochtreiben und die Bewerbung auf Kosten sozialer und kultureller Haushaltsposten bestritten werden würde, prallten jedoch an der Pro-Stimmung ab. Gezogen hat die Erwartung, dass eine solche Veranstaltung den Standort München global aufwerten und Firmen und Institutionen nach München locken könnte. Mehr Chancen für zwei Drittel, mehr Lasten für ein Drittel …
Zwei Leerstellen in der Argumentation fallen im Nachhinein auf:
• Wozu, an welchen Ort und unter welchen Voraussetzungen könnten Olympische Spiele und internationale Spitzensportveranstaltungen eine gute Sache sein?
• Wohin kann sich der „Standort“ München entwickeln? Vorteile der Ballung locken. Die Alternative – ausgewogenen Entwicklung des ganzen Siedlungsnetzwerkes – braucht dringend Fürsprache.
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